Stephan Thome: „Die Insel zwischen China und Japan – Über Taiwans multiple Identitäten“

Taiwan ist die zweite Heimat des Schriftstellers Stephan Thome und der Schauplatz seines jüngsten Romans Pflaumenregen. Beginnend in den 1940er Jahren zeichnet der Autor über drei Generationen hinweg das Porträt einer taiwanischen Familie, deren Mitglieder den Wechselfällen der Geschichte auf…

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Taiwan ist die zweite Heimat des Schriftstellers Stephan Thome und der Schauplatz seines jüngsten Romans Pflaumenregen. Beginnend in den 1940er Jahren zeichnet der Autor über drei Generationen hinweg das Porträt einer taiwanischen Familie, deren Mitglieder den Wechselfällen der Geschichte auf je unterschiedliche Weise ausgesetzt sind. Bis 1895 gehörte die Insel Taiwan zum chinesischen Kaiserreich, anschließend wurde sie für fünfzig Jahre von der Kolonialmacht Japan regiert, ehe nach dem Pazifikkrieg das vom Festland vertriebene Regime Chiang Kaisheks dort einen autoritären Polizeistaat errichtete. Nicht weniger als vierzig Jahre lang stand Taiwan unter Kriegsrecht! Von den Japanern erst zögerlich, dann nachdrücklich japanisiert, wurde die Bevölkerung nach 1945 teils gewaltsam re-sinisiert und konnte erst in jüngster Zeit eine eigene – intern umstrittene und von der Volksrepublik China heftig bekämpfte – taiwanische Identität ausbilden.

Von all dem erzählt Thomes Roman, den er im Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Professor Dr. Andreas Becker von der Keiō-Universität Tokyo vorstellt. (…)

Mehr unter:
https://oag.jp/events/stephan-thome-die-insel-zwischen-china-und-japan-ueber-taiwans-multiple-identitaeten/

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